Elisabeth Khakimova (Objekte) KHAELIS
UNIVERSITÄT DER KÜNSTE BERLIN
Ich liebe Plastikkarten, ihre Haptik, ihr unterschiedliches Aussehen und ihre unterschiedlichen Funktionen. Seit Beginn der Pandemie sammle ich Karten im Scheckkartenformat: Studentenausweise, Schlüsselkarten, Bankkarten, Führerscheine, Fahrausweise, Mitglieds- oder Gutscheinkarten und so weiter… Jede Kategorie erzählt etwas über den Alltag, soziale Zugehörigkeit, Zugänge.
Die Sammlung umfasst derzeit mehrere hundert Exemplare und wächst kontinuierlich weiter.
In der Arbeit „Identity Blanket“ werden diese Karten zu einer Decke zusammengefügt. Mit zunehmender Anzahl kann ich die Karten nach funktionalen, sozialen Kriterien neu ordnen und kategorisieren.
Die Arbeit „Die überdimensionierte Bankkarte“ stellt die Bankkarte in einem anderen Maßstab und Kontext dar. Zunächst wirkt sie absurd, doch die gebrauchte Matratze verweist auf eine konkrete prekäre Lebenssituation. Sie thematisierten die Wohnungslosigkeit in Berlin. Ursprünglich nutzte ich meine realen Kontodaten, um zu schauen, ob ich ärmer oder reicher werde, wenn ich meine Daten öffentlich preisgebe.
In der Serie „Chip-Variations“ untersuche ich die Gestaltung von Kontaktzonen auf Chipkarten. Unterschiedliche formale Elemente werden in abstrakte malerische Strukturen überführt.
Die Arbeiten sind eine Ode an die Plastikkarte.